E-Rechnung prüfen: Validator für XRechnung und ZUGFeRD
Validieren Sie XRechnung- und ZUGFeRD-Dateien mit den offiziellen Prüfregeln – lokal in Ihrem Browser. Das Ergebnis trennt XML-Syntax, XML-Schema, EN-16931-Geschäftsregeln, XRechnung-Regeln und Factur-X-Profilregeln und nennt alle Bereiche, die nicht geprüft werden.
Welche Regelwerke angewendet werden
| Prüfschritt | Regelwerk / Version | Gilt für |
|---|---|---|
| XML-Syntax | Wohlgeformtheit; Ablehnung von DOCTYPE/ENTITY-Konstrukten | alle Dateien |
| XML-Schema | UBL 2.1 (Invoice, CreditNote); UN/CEFACT CII D16B; Factur-X-Profil-Schemata 1.09.2 / ZUGFeRD 2.5.2 | je nach Syntax/Profil |
| EN-16931-Geschäftsregeln | CEN Schematron 1.3.16 (UBL und CII), Stand 2026-09-02 (in KoSIT-Konfiguration 2026-08-31) | alle EN-16931-basierten Rechnungen |
| XRechnung-Regeln | XRechnung Schematron 2.6.0 für XRechnung 3.0.2; Schweregrade gemäß KoSIT-Validator-Konfiguration 2026-08-31 | XRechnung 3.0 (UBL/CII) und Extension |
| Factur-X/ZUGFeRD-Profilregeln | Factur-X 1.09.2 / ZUGFeRD 2.5.2 Schematron je Profil | CII mit Factur-X-Profilkennung |
| PDF-Container | XMP-Kennzeichnung (PDF/A, Factur-X-Erweiterung), Anhangsstruktur | ZUGFeRD/Factur-X-PDF – vollständige PDF/A-Prüfung: nicht geprüft |
Die Regelwerke sind die unveränderten, offiziellen Schematron-Stylesheets von KoSIT und CEN bzw. die Factur-X-Artefakte von FeRD/FNFE-MPE. Sie werden beim Build in ein ausführbares Format übersetzt und lokal mit Saxon-JS ausgeführt. Die Versionen sind im Prüfbericht vermerkt; die Pflege ist unter Über uns dokumentiert.
Was „Technische Prüfung bestanden“ bedeutet – und was nicht
Bedeutet: Die Datei ist wohlgeformt, entspricht dem XML-Schema ihrer Syntax und verletzt keine der angewendeten Geschäftsregeln mit Schweregrad „Fehler“. Warnungen können trotzdem vorliegen.
Bedeutet nicht: dass die Rechnung umsatzsteuerlich korrekt ist, dass der Absender echt ist, dass die Bankverbindung stimmt oder dass Sie die Rechnung bezahlen sollten. Diese Fragen beantwortet keine technische Prüfung. Das BMF stellt klar, dass die Validierung ein Hilfsmittel ist und nicht jeder Validierungsfehler umsatzsteuerlich relevant ist (mehr dazu).
Prüfbericht
Den Bericht speichern Sie als HTML (zum Lesen, Weitergeben, Archivieren) oder JSON (maschinenlesbar). Er enthält Zeitpunkt, erkannte Syntax und Profil, die Versionen aller Regelwerke, jeden Befund mit Regel-ID, Originalmeldung, deutscher Erklärung und XML-Pfad sowie die Liste der nicht geprüften Bereiche. Das BMF-Schreiben vom 15. Oktober 2025 empfiehlt, Validierungsberichte aufzubewahren.
Typische Fehlerbilder
- BR-DE-15 / fehlende Käuferreferenz: XRechnung verlangt BT-10 immer. Bei Behörden: Leitweg-ID eintragen.
- BR-CO-10 bis BR-CO-16: Summen stimmen nicht überein – oft Rundungsprobleme der erzeugenden Software.
- BR-CL-*: Codelisten-Verstöße, z. B. falsche Mengeneinheit („Stk“ statt
C62/H87). - UBL-CR-* / CII-SR-*: Elemente, die in der EN 16931 nicht vorgesehen sind. Meist Warnungen, bei manchen Empfängern Ablehnungsgrund.
- XSD-Fehler: Elementreihenfolge oder Datentypen falsch; dann werden die Regelprüfungen übersprungen (wie beim KoSIT-Validator).
Vergleich mit dem KoSIT-Validator
Die Prüfung verwendet dieselben Schematron-Regeln und dieselbe Schweregrad-Konfiguration wie der KoSIT-Validator (Referenzimplementierung des IT-Planungsrats) in der Konfiguration 2026-08-31. Unterschiede können sich aus unterschiedlichen XML-Parsern oder Zeitpunkten der Regelaktualisierung ergeben. Im Zweifel ist der offizielle Validator maßgeblich; die Testergebnisse des Abgleichs sind in der Dokumentation beschrieben.