Fehler BR-DE-15: Käuferreferenz fehlt – Ursache und Lösung
Direkte Antwort: BR-DE-15 bedeutet: Die XRechnung enthält keine Käuferreferenz (BT-10). XRechnung verlangt dieses Feld immer – nicht nur bei Behörden. Lösung: Tragen Sie die vom Käufer vorgegebene Referenz ein; bei öffentlichen Auftraggebern ist das die Leitweg-ID, im B2B eine Bestell-, Kunden- oder Vertragsnummer, die der Käufer zur Zuordnung nutzt. Wenn der Käufer nichts vorgibt, vereinbaren Sie eine Referenz – leer lassen geht nicht.
Fehlermeldung
[BR-DE-15] Das Element "Buyer reference" (BT-10) muss übermittelt werden.
Schweregrad: Fehler → der KoSIT-Validator und alle Behördenportale lehnen die Datei ab.
Wo das Feld steht
| Syntax | Element |
|---|---|
| UBL | <cbc:BuyerReference>04011000-1234512345-06</cbc:BuyerReference> direkt unter Invoice, nach DocumentCurrencyCode und vor InvoicePeriod/OrderReference |
| CII | <ram:BuyerReference>…</ram:BuyerReference> als erstes Kind von ram:ApplicableHeaderTradeAgreement |
Die Reihenfolge ist in UBL schemarelevant: Steht das Element an falscher Stelle, meldet die Schemaprüfung einen Fehler („element not expected“) und die Regelprüfung läuft nicht.
Was eintragen?
| Empfänger | Inhalt von BT-10 |
|---|---|
| Bundes-, Landes-, Kommunalbehörde | Leitweg-ID (z. B. 04011000-1234512345-06) |
| Unternehmen mit Vorgabe | die genannte Referenz (Bestellnummer, Kostenstelle, Kundennummer) |
| Unternehmen ohne Vorgabe | vereinbarte Referenz; notfalls Kundennummer des Käufers bei Ihnen – aber abstimmen |
Mehr zur Leitweg-ID: Leitweg-ID und Käuferreferenz.
Beheben in der Praxis
- Eigene Software: Feld „Käuferreferenz/Leitweg-ID“ in den Kundenstammdaten pflegen; Export prüfen.
- Datei vom Lieferanten: nicht selbst ändern – Lieferant informieren, Regel-ID und Erklärung aus dem Prüfbericht mitschicken.
- Eigene Datei im Generator: Feld „Käuferreferenz (BT-10)“ ausfüllen; die Inline-Prüfung zeigt den Fehler schon vor dem Export.
Beispiel
Ein Handwerker schickt einer GmbH eine XRechnung, die GmbH-Software meldet BR-DE-15. Die GmbH nennt als Referenz ihre Bestellnummer „PO-7781“. Der Handwerker trägt sie in BT-10 ein, prüft erneut, sendet die korrigierte Datei – als neue Rechnung mit neuer Nummer oder, falls die erste nie verarbeitet wurde und beide einverstanden sind, als Ersatz derselben Nummer; sauberer ist eine Korrektur mit Bezug.
Häufige Fehler
- Referenz ins Notizfeld statt BT-10.
- „-“ oder „keine“ eintragen – technisch gültig, inhaltlich sinnlos; Empfänger lehnen oft trotzdem ab.
- Leitweg-ID mit Leerzeichen.
- BT-10 mit BT-13 (Bestellreferenz) verwechseln – beides kann sinnvoll sein; BT-10 ist Pflicht.
Grenzen
Stand XRechnung 3.0.2. Peppol und reine EN-16931-Rechnungen kennen diese Pflicht nicht.
Passendes Werkzeug: E-Rechnung prüfen – lokal im Browser, ohne Datei-Upload.
Quellen
- KoSIT XRechnung Schematron 2.6.0 – BR-DE-15: Das Element „Buyer reference“ (BT-10) muss übermittelt werden (abgerufen 22.10.2026)
- Leitweg-ID Formatspezifikation 2.0.2 (abgerufen 22.10.2026)